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Wer die großen Werkshallen der Firma Rastal nahe der Autobahn 48 (kurz vor Koblenz) sieht, ahnt, dass hier Jahr für Jahr Millionen Gläser vor allem für die Gastronomie produziert werden. Den größten Teil der Arbeit erledigen dabei Maschinen.

Die nackten Gläser werden in Glasfabriken in Polen, in Tschechien oder auch in der Türkei hergestellt, es ist halt alles eine Sache des Preises. Auch die einfache Glasveredlung – das Anbringen des REISSDORF-Logos zum Beispiel – ist meist Maschinensache. Nur für spezielle hochwertige Arbeiten muss der Mensch ran. Etwa für das Aufmalen des Goldrands bei der REISSDORF-Stange in der Edel-Version. Den Pinsel schwingen mit ruhiger Hand – das können die Rastal-Frauen perfekt, die Maschinen sehen da ganz schön alt aus.

Vier Stunden im Ofen
Nach der Malstunde wandern die Gläser in den Ofen. Vier Stunden lang werden die Dekors ritz- und kratzfest eingebrannt. Das war’s dann! Die neuen REISSDORF-Gläser werden in Sechser-Kartons verpackt und beginnen bald darauf ihre Kneipenkarriere als REISSDORF-Stange irgendwo in Köln und Umgebung.

Aber woher aber kommt eigentlich die Kölner Stange? Wer hat sie erfunden (es waren nicht die Schweizer)? Die Wurzeln für diesen Gläsertyp reichen bis ins 14. Jahrhundert zurück. Damals fertigte man in Böhmen hohe Stangengläser. Auch aus den Niederlanden, aus Skandinavien und Sachsen ist dieser Gläsertyp bekannt.
Mit Beginn des 20. Jahrhunderts etablierte sich die Stange auch in Köln, nachdem die industrielle Massenproduktion in Europa die Gläserformen revolutionierte. Die ersten für die Domstadt maschinell hergestellten zylindrischen Stangen besaßen eine leicht konisch zulaufende Form und fassten 7/20 Liter. Zu dieser Zeit, anno 1905, feierte übrigens auch die Bezeichnung „Kölsch“ für die so beliebte obergärige Kölner Bierspezialität Premiere, das man zuvor „Wiess“ nannte. Um 1920 erscheint dann die Kölner Stange erstmals nachweisbar in einem Produktkatalog.

Die Maße der Stange
Nach der Kölsch-Konvention von 1985 ist bis heute der Einsatz der Stange für alle Kölsch-Brauer Pflicht. Die Maße dieser Stange können sich sehen lassen: 15-16 cm in der Höhe und etwa fünf Zentimeter im Durchmesser. 0,2 Liter Kölsch gehen hinein, nur in der Gastronomie findet man hin und wieder auch größere „Stangen-Brüder“
(0,3 oder 0,4 Liter). In der Original-Variante aber, in der echten und einzigen Ur-Stange, bleibt das Bier länger frisch oder ist schneller ausgetrunken ... Der Kölner liebt seine Stange und hält ihr fest die Treue. Daran können auch böse Kommentare von Bierfreunden aus südlichen Gefilden nichts ändern. Die betiteln – den dicken Maßkrug in der Hand – die schlanke Stange der Kölschen als Reagenzglas.
Pfui, ihr Bayern!

Die Veredelung der REISSDORF-Stange erfolgt für die Top-Gläser in Handarbeit
Für das REISSDORF-Logo, das aufs Glas geklebt wird, gibt es eine exakte Passform. Eine ruhige Hand und ein feiner Pinsel ist für den Goldrand gefragt. Gläserparade: Im Laufe des 20. Jahrhunderts hat sich das Kölschglas erst allmählich hin zur Stangenform entwickelt.
Gläserparade: Im Laufe des 20. Jahrhunderts hat sich das Kölschglas erst allmählich hin zur Stangenform entwickelt..

Eine ruhige Hand und ein feiner Pinsel ist für den Goldrand gefragt.

Die Veredelung der REISSDORF-Stange erfolgt für die Top-Gläser in Handarbeit.

Für das REISSDORF-Logo, das aufs Glas geklebt wird, gibt es eine exakte Passform.

Veredelung in Handarbeit.