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Besuch in der Birkenhof-Brennerei im Westerwald -
Reissdorf Bierbrände 1 bis 3 sind heiß begehrt
 
Wer nach einem leckeren Essen mit Wein oder Kölsch-Begleitung noch einen Digestif genießen mag, der wird im Produkt-Portfolio Kölns größter Privatbrauerei schmackhaft fündig: Die Bierbrände Nr. 1 bis 3 sind köstliche Muntermacher aus bestem Reissdorf Kölsch. Gebrannt werden sie im Westerwald – wir waren auf einen Brennerei-Besuch vor Ort.

Viele sanfte Hügel, weite Wälder und ein rauer Wind: Ein klein wenig erinnert dieser Natur-Flecken im rheinnahen Mittelgebirge an die schottischen Highlands. „Ja, ja“, witzelt Steffi Klöckner, die mit ihrem Mann Peter die Brennerei-Geschäfte führt, „vielleicht sind wir auch deshalb zum Whisky-Brennen gekommen.“

Nistertal im Westerwald, mittendrin statt nur am Rande: Hier ist die Birkenhof-Brennerei, seit über 160 Jahren in Familienhand, zuhause und hat sich als eine kleine, feine und sehr kreative „Brand-Stätte“ mit vererbter Leidenschaft ihren Ruf in der Szene erworben. Ihr „Fading Hill“ ist der wohl erste „German Single Rye“-Whisky (ein Produkt aus Roggen, Malz und Quellwasser), der fünf Jahre im Sherryfass gelagert wurde und in Kürze in etwa 800 Flaschen (wieder) auf den Markt kommt. Und schon jetzt ausverkauft ist. „Vielleicht versuchen wir es auch mal mit einem Reissdorf-Whisky auf der Basis von Bierwürze“, schwärmt die fröhliche Westerwälderin.

Doch das ist genauso Zukunftsmusik wie ein Bierbrand, der in einem Spätburgunder-Fass reift. „Reissdorf Kölsch eignet sich ideal zum Brennen, die feinherbe Biernote kommt exzellent rüber“, weiß die Fachfrau und präsentiert dem Probiergast bei Schokolade und Toffees die Reissdorf Bierbrände 1-3, die alle auf 38 % Vol alc kommen.

Nr. 1 ist ein klarer milder Brand mit malziger Süße und feinherber Biernote, der ein Jahr im Edelstahltank reifte. Bierbrand Nr. 2 kommt mit zart-herbem Kölsch-Aroma nach einjähriger Lagerzeit im Holz-Fass (Bourbon) und überzeugt mit Facetten von Vanille und süßlichen Tabaknoten. Goldmedaillen prämiierter Star der seit fünf Jahren erfolgreich kooperierenden Brand-Kombination Reissdorf/Birkenhof ist die Nr. 3: Ein Brand mit feiner Bierwürze, der eingebunden ist in fruchtig-beerige Komponenten eines Portweinfasses (1 Jahr Lagerzeit).

Nach zweimal drei Schluck ist der Probiergast begeistert, Steffi Klöckner auch: „Der Reissdorf Brand hat Rückgrat und das braucht er, um ein Jahr im Holz zu überstehen und nicht nur nach Holz zu schmecken.“

Wie aber wird aus Reissdorf Kölsch ein Reissdorf Brand? Ganz einfach oder auch wieder nicht. Man nimmt 108 hl frisches Kölsch, zapft das in eine Brennblase und destilliert es in 36 Bränden (ein Brand dauert rund drei Stunden) sanft und schonend. Im Ergebnis kommen 430 l Bierbrand mit 80 % Vol. heraus, die mit „gutem Westerwälder Wasser“ (Steffi Klöckner) auf 65 % Vol herabgesetzt in die Lagerfässer gehen. Nach einem Jahr werden sie auf Trinkstärke gebracht, leicht filtriert und dann von Hand in schlanke Halbliter-Flaschen gefüllt. Die können dann z.B. über den online-Shop von Reissdorf Kölsch unter www.reissdorf.de erworben werden.

Wer die Brennerei unweit der Westerwälder Seenplatte besichtigen will, ist herzlich willkommen. Zudem stehen immer wieder Themen- und Genussabende auf dem Programm, z.B. „Käse und Brand“. Fahrzeit von Köln: etwa 90 Minuten.

Website Birkenhof: www.birkenhof-brennerei.de
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