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Er ist ein kölsches Urgestein und feiert jetzt gleich mehrere Jubiläen auf einen Schlag: Seit genau 50 Jahren arbeitet er als Gastronom, ist also nun ein „golden Boy“. Und: Seit genau 40 Jahren heißt das erste Gasthaus am Platze in Köln-Weiden „Zur alten Post“, in dem unser Jubilar seit 15 Jahren Regie führt – in der Küche, hinterm Tresen, im Biergarten. Manfred Koch ist ein starkes Stück Köln.

„Manni“, wie ihn alle rufen, hat den Beruf, der für ihn immer auch ein Stück Berufung war und ist, von der Pike auf gelernt. Und ist dabei stets der Domstadt treu geblieben. Die Bastei und der frühere Messeturm waren u.a. gastronomische Stationen seiner Karriere. Der Mittsechziger versteht es exzellent, seinen vielen Stammgästen eine schmackhafte und gut bürgerliche Küche zu bieten. Er, der Herr Koch, kocht selbst, das lässt er sich nicht nehmen. Legendär sind seine Buffets für alle möglichen festlichen Anlässe. Als Kölsch immer dabei ist REISSDORF, „das ist meine absolute Lieblingsmarke“ sagt er.

Ein Mann und seine Lieben
Wer eintritt in die alte Post, glaubt zunächst, ein kölsches Museum mit Kneipenhintergrund zu betreten. Orden, Fotos, Ab- und Ehrenzeichen. Dazu Schilder wie „Reissdorfer Weg“ oder „Däue“ (WC) . Ein Mann und seine Lieben: „Links feiern wir Karneval, rechts den FC“, zeigt Manni in seine Kneipe und hat natürlich bei allen FC-Heimspielen die Bude voll. Das Stadion ist nur eine kurze Straßenbahnfahrt weg. Vor allem die FC-nahe Nachbarschaft und Fans aus der Region Brühl, Düren, Eschweiler schlagen vor dem Spiel „zum Vorglühen“ hier auf. Ansonsten kommen Mannis Stammgäste aus dem gesamten kölschen Westen, fast alle kennt er mit Vornamen. „Eh Heini, wie isses zu hus?“ Schön, dass es eine solche Kneipe, die wie aus einer anderen Zeit erscheint, noch gibt. Wie lange Manni noch macht? „Bis ich he ümfalle, evver dat hät jo doch noch zick.“

Der Biergarten in Köln-Weiden ist klein, aber fein.

Frische Blumen im Kübel gehören an der Alten Post als Dekoration einfach dazu.

„Die Karnevalsecke ist hinten links“, ist sich der Jubiläumswirt auch außerhalb der Session für ein kräftiges „Kölle alaaf“ nicht zu schade.

Seine Kneipe, sein FC und seine Stadt: Manni bleibt seinen Lieben treu.