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Agrippina, Kölns große alte Dame, hatte Geburtstag. Sagen die einen. Die anderen meinen, bei einer Lady wie ihr wisse man nie so ganz genau, wann ihr Geburtsstündchen geschlagen habe. Ähnlich wie damals bei der guten, jung-alten Liz Taylor oder wie heute bei Cher, der Pop-Ikone, von der diverse Körperteile unterschiedliche Geburtstage haben sollen …
 
Kölsche Ur-Mutti und ihr missratener Sohn
Ob so herum (15 n. Chr.) oder anders herum (16 n. Chr.): Agrippina, kölsche Ur-Mutti, feierte in diesem bewegten Jahr ihren stolzen 2000. Geburtstag. Oder sie tut dies noch 2016. Da sind sich die Gelehrten nicht so ganz einig. Sicher ist allerdings, dass die gute A. von ihrem Geburtsort K. nicht wirklich viel gesehen hat. Denn sie machte eine gute Partie, heiratete sich reich, ging an den Nabel der damaligen Zeit (Rom), und brachte Sohn Lucius auf die Welt. Das hätte sie besser nicht getan. Denn der nannte sich später Nero, war ein schlimmer Feuerteufel und mordete letztendlich seine eigene Mutter. Wir Kölschen lieben unsere Agrippina, verehren sie gar als Stadtgründerin, was so absolut aber gar nicht stimmt. Immerhin hat sich ihr zweiter Ehemann, Kaiser Claudius, um das Stadtwerden von Köln gewisse Verdienste erworben, was man u.a. im römisch-kölschen Stadtnamen CCAA erkennen kann – Colonia Claudia Ara Agrippinensium. Na ja: Lady A. war natürlich als Kaiser-Gattin an Kölns Gründung nicht ganz unbeteiligt, zumal sie in der kaiserlichen Ehe heftig die Hosen an hatte. Und sie war ein durchtriebenes Luder und eine Intrigenspinnerin, vergiftete schließlich „ihren“ Kaiser, um Sohn Nero auf den Thron zu hieven. Der revanchierte sich dann auf seine Weise.
Happy Birthday Agrippina! Wir trinken ein frisches Reissdorf Kölsch auf Dich.