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Neues Reiselesebuch stellt auch Reissdorf-Partner vor
 
Wer im Bergischen Land von Durst redet oder gar selbigen hat, kommt an diesem Fachhändler nicht vorbei – Getränke Ueberberg im oberbergischen Engelskirchen. Seit über 70 Jahren kümmert sich die Firma in Familienhand um den Durst der hügeligen Region östlich von Köln und ist zur Not sogar über eine Notfallnummer rund um die Uhr zu erreichen. Dabei fing alles eigentlich mit frischen Molkerei-Produkten an.
Frische Milch, Käse, Eier, Sahne – die brachte ein gewisser Karl Ueberberg kurz nach dem Krieg im Bergischen unters Volk – zunächst noch mit einem Pferdefuhrwerk, später auch mit einem motorisierten Dreirad-Lieferwagen. Der Betrieb entwickelte sich prächtig – schon 1960 lag der Milchabsatz bei täglich über 1000 Litern. In Engelskirchen und Umgebung. Apropos: Die Post in der „Stadt der Engel“ kommt einmal im Jahr bundesweit zu besonderen Ehren – wenn’s zu Weihnachten den legendären „Poststempel der Engel“ gibt.

Kluge Strategie und Zukäufe
Wie dem auch sei: Ueberberg erweiterte sein Sortiment auf Obst, Gemüse und Konserven, bevor der Sohn des Unternehmensgründers, Karl-Heinz Ueberberg, in den 80er-Jahren des letzten Jahrtausends den Fokus mehr und mehr auf Mehrweggetränke in Fass und Flaschen ­legte.
Durch kluge Strategie und einige Firmenzukäufe wuchs der Fachhändler weiter und avancierte schnell zu einer ersten Adresse für und gegen den Durst im Bergischen. Die junge Generation der Familie, Bernd und Markus Ueberberg, die heute beide als geschäftsführende Gesellschafter tätig sind, stellte den Betrieb, der weiter auf Expansion setzt, auf digitale Zeiten ein. Von der Bestellannahme über die Fakturierung und die Zusammenstellung der Lieferung bis hin zur Endkontrolle in der Zentrale werden alle Abläufe vom Kollegen Computer gesteuert und überwacht. Papier braucht es da kaum noch im täglichen Workflow.
Stichwort Umwelt: Mit Photovoltaik-Spiegeln auf dem Dach nutzt der innovative Großhändler die Sonne emissionsfrei für viele Firmenabläufe – u. a. auch zum Kühlen von Anlagen. Aktuell ist Ueberberg ein klassischer Großhandel mit umfangreichen Serviceleistungen. Dazu gehört zum Beispiel MURO, ein mobiles EventRaumMobil , das in gerade mal fünf Minuten in einen beliebigen „Feier-Raum“ für bis zu 100 Personen umgestaltet werden kann.

Modernes Feier-Equipment
Auch anderes modernes „Feier-Equipment“ (darunter eine „magische Gartensonne“ und ein Multimedia-Schankwagen) bietet Ueberberg seinen Kunden. Insgesamt sind 36 Anhänger, Schank- und Toilettenwagen im Einsatz. Ueberberg ist zudem auch als Fullservice-Dienstleister aufgestellt. Und: Entlang der „bergischen Autobahn“, der A 4, stillen diverse zur Gruppe gehörende Getränkefachmärkte unter dem Label „Trinken & Leben“ den Durst der Selbstabholer. Auffallend: Neben Kölsch hat der Spezialist aus Engelskirchen sehr viele bayerische sowie einige Craft-Biere im Angebot, die er in den Abholmärkten besonders bewirbt.
Für die Zukunft sieht sich das bergische Unternehmen gut aufgestellt. „Aus jeder Krise gehen auch Sieger hervor“, sagt Markus Ueberberg selbstbewusst und hat gar einen Werbefilm auf YouTube platziert.

Wenn de Sonn schön schingk
„Kölsche Geschmack“ in Light-Version auch beim Essen: Frikadellen und Mettbrötchen erinnern an die Heimat, ne halve Hahn ist nicht drin, weil der holländische Gouda auf der Baleareninsel nicht in bester Qualität zu bekommen ist. Dafür sind SchniPo in verschiedenen leckeren Variationen angesagt, ebenso Hamburger. Mein Tipp: unbedingt den Chefburger probieren!
Seiteneinsteiger Uli Rohkst, der gut und gerne geschäftstüchtig ist („Wat hann isch davun?“), hat sein Glück gefunden auf der Baleareninsel, die man vom Airport in der Wahner Heide in zwei Stunden erreicht. Dabei war sich der „Kölsch-Spanier“ („Ich spreche noch zu wenig, verstehe aber ganz gut“) am Anfang nicht sicher, ob das was wird mit dem Dömsche auf Mallorca.
„Na dann hätte ich viel Geld verloren und mich den Rest meines Lebens faul am Strand gelümmelt oder Golf gespielt. Ich wäre verkümmert“, blickt er zurück und lacht: „Ich habe seit vier Jahren weder Golf gespielt noch war ich am Strand. Ich mache weiter, solange es den Gästen und mir Spaß macht“ – und die Sonn schön schingk über alle Ballermänner an der Playa de Palma.
Wer will, kann im Dömsche auch übernachten. Nein, nicht in der Kneipe, sondern im „Hostal et Dömsche“ in der Nähe von Ballermann 3. Die saubere Unterkunft bietet 26 Zimmer mit einfachem Komfort zum fairen Preis und ist eine willkommene Alternative zu den überteuerten Rummel-Hotels rund um die Schinkenstraße. (ARi)

Kölsche Leedcher un allerlei Verzäll gab Kölschversteher Peter Buchbinder (li.) im kleinen Biergarten des „Reissdorf im Mondial“ zum Besten. Hotelchef Torsten Stiegler freute sich über die gute Nachfrage.

Gegen den Hunger half ein lecker-deftiges Dreigang-Menu, ...

gegen den Durst natürlich das ein oder andere Reissdorf Kölsch, ...

gekonnt und charmant gezapft von Nadine Holubek.