Impressum

 
Andere Länder, andere Trinksprüche:
 
Wenn wir in Köln und Umgebung mit einem leckeren Reissdorf Kölsch miteinander anstoßen, sagen wir „prost“. Oder locker auch: „Prösterchen!“ Oder vornehmer: „Zum Wohl“ oder auch „Auf Ihr Wohl“! Wie aber prostet man sich in der Welt zu – ein kleiner Trinkführer in zwei Folgen.
In Polen wird gerne viel Bier und Wodka getrunken – man sagt „na zdrowie“ und freut sich des Lebens. Weiter östlich, in Russland, haben die gleichen Getränke Konjunktur und auch der Trinkspruch klingt ähnlich: „na zdorovie.“ Und auch bei unseren Nachbarn in Tschechien, wo das Pilsener einst seinen Ursprung hatte, klingt es ähnlich: „na zdravi.“
Wales als Teil von mittlerweile „Little Britain“, beweist seine trinkfeste Eigenständigkeit mit dem gälisch klingenden „i idda“ oder auch „iechyd da“. Ein Bier, ein Wort – in Italien sagt man gesittet „salute“. Spanien und Portugal, beides starke Weinländer, haben aber auch ordentliche Biere im Angebot. Man sagt „chinchín“ oder „salud“ (Spanien) und „tchim tchim“ bzw. „saúde“ (Portugal). In der Türkei heißt prost schlicht „serefe!“
Lustig wird’s in der Schweiz – die Eidgenossen stoßen mit einem freundlichen pröschtli“ oder „viva“ miteinander an. In Kroatien ist prost ebenso ein Zungenbrecher („uzdrvije“ oder bekannter: „zivjeli“) wie in Ungarn: „egészségedre!“
Im Reich der Mitte, in China, gönnt man sich mit einem lauten „ganbei“ einen guten Schluck, was auch die Nachbarn in Japan verstehen, denn ihr Prost heißt schlicht „kanpai!“ In Thailand heißt’s „chaiyo“ , während man in Vietnam als sprachlich ungeübter Europäer beim Trinkspruch „nang cóc chu´c múng“ schneller die 0,33-l-Flasche gekippt hat.
Andere Länder, andere Sitten, z. B. auch in Rumänien. In und um Bukarest herum bedeutet Prost nämlich so viel wie „doof“, was beim geselligen Miteinander leicht zu Missverständnissen führen kann. Offiziell heißt es „na rock“ oder „noroc“. Alles klar? Na dann: Prost!